Andreas Bäuerlein plant und realisiert seit über 30 Jahren Ladenbau – und hat sich mit Bäuerlein Objektdesign auf Sanitätshäuser und orthopädische Betriebe spezialisiert. Im Interview erklärt er, warum Abläufe, Diskretion und Barrierefreiheit zusammengedacht werden müssen – und wie ein Umbau im laufenden Betrieb trotzdem funktioniert. Denn im Sanitätshaus ist Ladenbau weit mehr als „schönes Design“: Raumaufteilung, Wegeführung, Akustik und Beratungszonen entscheiden darüber, ob Versorgung vertraulich, effizient und kundenfreundlich gelingt – und ob Mitarbeitende im Alltag Zeit sparen, statt sie in unnötigen Wegen und Provisorien zu verlieren.
Herr Bäuerlein, was macht Bäuerlein Objektdesign – und wie kam es zur Spezialisierung auf Sanitätshäuser?
Andreas Bäuerlein: Wir kommen ursprünglich aus dem Apothekenbau. Über die Jahre sind wir immer stärker in den Gesundheitsbereich gerutscht – über Apotheken, Kosmetik und schließlich Sanitätshäuser sowie Orthopädie-Schuhtechnik. Irgendwann war klar: Wir gründen ein eigenes Planungsbüro und beschäftigen uns sehr intensiv mit Vorschriften, Abläufen und Anforderungen in Sanitätshäusern, um dort mehr Performance in den Betrieb zu bringen.
Worauf achten Sie, wenn Sie eine Verkaufsfläche zum ersten Mal betreten?
Andreas Bäuerlein: Ich versuche bewusst, den Laden erst einmal wie ein Laie zu erleben – trotz 30 Jahren Erfahrung. Oft fällt auf, dass Teams, die täglich vor Ort sind, Engpässe und Brüche in der Struktur nicht mehr sehen. Wir schauen deshalb schnell auf Wege, Abläufe und darauf, wo der Kunde Orientierung verliert.