Wer nach einer Schulteroperation aus dem OP kommt, trägt wochenlang eine Abduktionsorthese: ein massiges Kissen, das den Arm vom Körper weghält, dazu Gurte über Brust und Rücken. Die Haut darunter kommt an keine Luft. Hat das Patientenzimmer dabei über Tage 30 Grad, wird aus der Genesung eine Belastungsprobe.
Genau das war diesen Sommer der Normalfall. Am 19. August veröffentlichte die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine Blitzumfrage unter 458 Häusern: Nur fünf Prozent der Patientenzimmer lassen sich klimatisieren, fast sechzig Prozent der Kliniken haben kein einziges gekühltes Zimmer. Einen Tag später bezifferte das Robert Koch-Institut die hitzebedingten Sterbefälle dieses Sommers auf rund 14.000; der bisherige Höchstwert lag bei etwa 8.900, im Sommer 2018.
Für den Hilfsmittelmarkt steckt darin ein schlagendes Argument, sich mit Kühlung zu befassen. Es lautet: Ihre Kundschaft.