„Nimm mein Geld!“ – Powersprotte wünscht mehr Mut zur Beratung im Sanitätshaus

Autor: Peter Carqueville

10 Min. Lesezeit · 3. Juni 2026
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Am Stand des Fachmagazins „Mit Herz und Hilfsmittel“ auf der OTWorld 2026 in Leipzig traf Peter Carqueville die bekannte Lymphödem-Patientin und Aktivistin Caroline Sprott („Powersprotte“). Im Interview spricht sie darüber, warum Versorgerinnen für sie echte „Sanifeen“ sind, wieso Digitalisierung beim Messen die Rettung sein kann und warum Sanitätshäuser beim Thema Zusatzverkäufe viel mutiger sein sollten.

Mit Herz und Hilfsmittel: Caro, du warst ja in unserem ersten Heft dabei und wir haben damals im Interview viel über die sogenannten „Sanifeen“ gesprochen. Was genau meinst du eigentlich mit diesem Begriff?

Caroline Sprott: In der Lipödem- und Lymphödem-Community ist die Sanitätshausfachangestellte eine essenzielle Therapiebegleiterin, deren Arbeit wir jeden Tag direkt am eigenen Körper spüren. Dementsprechend dankbar sind wir, wenn sie einen guten Job macht. Für uns sind das „Sanifeen“, weil sie manchmal wirklich ein bisschen Magie walten lassen müssen, um uns optimal zu versorgen. Schließlich ist nicht jeder Körper einfach zu versorgen. Der Begriff ist für uns wie ein kleines Podest, auf das wir sie heben möchten.

Mit Herz und Hilfsmittel: Die eigentliche Diagnose kommt ja nicht von der Sanifee, sondern vorab vom Arzt. Welche Lücke schließt die Fachkraft im Sanitätshaus danach?

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