Die Kompressionstherapie gilt heute als das unverzichtbare Fundament der phlebologischen und lymphologischen Behandlung. Ein viraler Beitrag aus den sozialen Medien führt eine spannende These auf: Der Ursprung der Kompressionstherapie käme aus den Erfahrungen des Militärs mit Wickelgamaschen als Soldatenkleidung. Ein genauerer Blick zeigt aber: Das stimmt nur zum Teil.
Die Wickelgamasche (Puttee) – Ein zufälliges physiologisches Experiment
Der eigentliche Wendepunkt, der direkt zur modernen Kompression führte, ereignete sich im 19. Jahrhundert. Britische Soldaten, die in Indien dienten, übernahmen dort eine lokale Form der Beinbekleidung: den Puttee – ein Begriff, der sich vom Hindi-Wort patti für „Bandage“ oder „Streifen“ ableitet. Diese etwa drei Meter langen Wollstreifen wurden spiralförmig vom Knöchel bis unter das Knie gewickelt.
Obwohl der ursprüngliche Zweck rein protektiv war – Schutz vor Schlamm, Dornen, Insektenstichen und Blutegeln – machten die Soldaten eine entscheidende physiologische Entdeckung: Durch das feste Umwickeln wurde das Gewebe komprimiert, was den Beinen zusätzliche Stabilität verlieh. Berichte über lange Märsche erwähnten immer wieder, dass Soldaten trotz massiver Belastung weniger über müde Beine klagten, wenn die Wickel korrekt angelegt waren.
Ohne es zu wissen, aktivierten Millionen von Soldaten durch den mechanischen Widerstand des festen Stoffes gegen die Wadenmuskulatur ihre Muskelpumpe und beschleunigten den venösen Rückfluss. Dass diese Erkenntnisse über die lindernde Wirkung bereits früh kommerzialisiert wurden, belegen Archive der Firma Fox Brothers and Company, die ihre Spiral-Puttees bereits 1903 explizit als medizinisches Hilfsmittel gegen Krampfadern und Rheumatismus für die breite Öffentlichkeit vermarkteten.
Die Untersuchung der deutschen Ursprünge dieser Versorgung führt unweigerlich in das thüringische Zeulenroda, das als industrielle Wiege der Kompression gilt, sowie in die Kliniken und Praxen visionärer Ärzte, welche die physikalischen Prinzipien des Drucks als therapeutisches Mittel wissenschaftlich fundierten.
Die theoretischen und klinischen Wegbereiter des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Bevor die industrielle Fertigung von Kompressionsstrümpfen ihren Siegeszug antrat, musste die medizinische Fachwelt die pathophysiologischen Zusammenhänge von venöser Stauung und Gewebeveränderungen verstehen. Die Kompressionstherapie basiert auf einer physikalischen Basismaßnahme, bei der durch gezielte Druckausübung von außen der venöse Rückfluss gefördert, der Lymphabfluss verbessert und Ödeme abgebaut werden.
Die Pionierarbeit von Alexander von Winiwarter
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Behandlung von Ödemen. Der Chirurg Alexander von Winiwarter (1848–1917) erkannte als einer der Ersten, dass die manuelle Massage in Kombination mit Kompressionsverbänden eine signifikante Entstauung des Gewebes bewirken konnte. Seine Methode, die er vor allem zur Behandlung von Elephantiasis und chronischen Ödemen einsetzte, geriet jedoch nach seinem Tod zeitweise in Vergessenheit, bevor sie Jahrzehnte später durch die moderne Lymphologie wiederentdeckt und validiert wurde.
Paul Gerson Unna und der Zinkleimverband
Ein entscheidender Wendepunkt in der ambulanten Versorgung von Venenleiden war das Jahr 1885. Der Hamburger Dermatologe Paul Gerson Unna (1850–1929) stellte eine neue Verbandmethode vor, die als „Zinkleimverband“ in die Medizingeschichte einging.

Dieser Verband revolutionierte die Therapie durch die Nutzung des Arbeitsdruck-Prinzips. Während der Ruhedruck niedrig bleibt, erzeugt die Kontraktion der Wadenmuskulatur gegen den unelastischen Widerstand des Zinkleimverbandes einen hohen Arbeitsdruck. Unnas Methode ermöglichte es Patienten, trotz schwerer Venenleiden mobil zu bleiben.
Heinrich Fischer und die ambulante Thrombosetherapie
Anfang des 20. Jahrhunderts forderte Heinrich Fischer die etablierten Lehrmeinungen heraus. Er kritisierte, dass die gängige Therapie bei Thrombosen in strikter Bettruhe bestand, was das Risiko für Lungenembolien erhöhte. Er entwickelte die „Fischer-Methode“: Feste Kompressionsverbände kombiniert mit Bewegung. Seine Nachfahren trugen maßgeblich dazu bei, dass die Kompressionstherapie als fester Bestandteil der phlebologischen Lehre in Deutschland verankert wurde.
| Persönlichkeit | Zeitraum | Kernbeitrag | Medizinische Relevanz |
|---|---|---|---|
| Alexander von Winiwarter | Spätes 19. Jh. | Kombination aus Massage & Kompression | Urform der Entstauungstherapie |
| Paul Gerson Unna | 1885 | Entwicklung des Zinkleimverbandes | Erster effektiver unelastischer Druckverband |
| Heinrich Fischer | 1910 | Ambulante Thrombosetherapie | Bewegung statt Bettruhe in Kompression |
Die industrielle Revolution der Elastizität im 19. Jahrhundert
Bevor deutsche Unternehmen den Markt betraten, hatten andere europäische Regionen bereits die technologische Vorarbeit geleistet.
Die britische Dominanz: Nottingham und Leicester
Das Herz der weltweiten Strickwarenindustrie schlug im 19. Jahrhundert in den englischen East Midlands. Hier wurde die mechanische Basis für die Massenproduktion von Strümpfen geschaffen. Unternehmen wie Robert Longdon produzierten bereits elastische Strümpfe, basierend auf der Entdeckung der Vulkanisation durch Charles Goodyear.
Die französische Innovation: Thuasne und die elastischen Bänder
In Frankreich etablierte sich Saint-Étienne als Zentrum. Die Firma Thuasne, gegründet 1847, erkannte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Potenzial von Kompressionsgeweben zur Heilung von Wunden. In den 1930er Jahren wurden bereits standardisierte Kompressionsbinden wie Biflex entwickelt.
Die Schweizer Präzision: Ganzoni und Sigvaris
1864 gründete Moritz Ganzoni in Winterthur das Unternehmen Ganzoni, heute bekannt als Sigvaris Group. Der heutige Status als Weltmarktführer basiert auf dieser langen Tradition der Gummizugweberei.
Die industrielle Wiege in Zeulenroda
Während Mediziner die theoretischen Grundlagen schufen, entwickelte sich im thüringischen Zeulenroda ein industrielles Zentrum. Die Stadt blickte bereits auf eine lange Tradition der Strumpfwirker zurück, deren Innung 1744 gegründet worden war. Die Konzentration von technischem Know-how führte dazu, dass Zeulenroda zum Epizentrum der deutschen Kompressionsstrumpf-Industrie wurde.
Julius Zorn und die Gründung von Juzo
Im Jahr 1912 gründete Julius Hermann Zorn zusammen mit seinem Sohn Julius Zorn Jr. die Julius Zorn GmbH (Juzo) in Zeulenroda. Julius Zorn war ein technischer Innovator, der die Produktion medizinischer Hilfsmittel grundlegend veränderte. Im Jahr 1919 gelang ihm ein entscheidender technologischer Durchbruch: Er war der weltweit erste Hersteller, der Kompressionsstrümpfe nicht mehr auf herkömmlichen Wirkstühlen wirkte, sondern sie strickte. Durch das Flachstrickverfahren konnten die Maschenreihen so variiert werden, dass die Strümpfe eine exakte anatomische Passform erhielten, was für den medizinisch notwendigen Druckverlauf essenziell war. Juzo verschickte seine Produkte bereits in den 1930er Jahren in alle Welt und festigte damit den Ruf Zeulenrodas als „Gummistrumpfhochburg“.
Otto Fankhänel und die Wurzeln von Ofa
Ein weiterer bedeutender Name der Zeulenrodaer Ära ist Otto Fankhänel. Er gründete 1928 das Familienunternehmen Ofa, wobei der Name aus seinen Initialen gebildet wurde. Fankhänel setzte von Beginn an auf die Verbindung von medizinischer Wirksamkeit und technischer Präzision. Auch Ofa trug maßgeblich zur Spezialisierung des Standortes bei, bis die politischen Umwälzungen nach dem Zweiten Weltkrieg eine Zäsur erzwangen.
Bruno Bauerfeind und der Beginn einer Ära
Nur ein Jahr nach der Gründung von Ofa, im Jahr 1929, gründete Bruno Bauerfeind ebenfalls in Zeulenroda eine Spezialfirma zur Herstellung medizinischer Kompressionsstrümpfe. Bauerfeind fokussierte sich früh auf die Verbindung von Handwerkskunst und industrieller Skalierbarkeit. Innerhalb von nur zehn Jahren wuchs das Unternehmen auf über 100 Mitarbeiter an, was die enorme Nachfrage nach professioneller Kompressionsversorgung in dieser Zeit unterstreicht.
Die Zäsur nach 1945: Flucht, Neuanfang und westdeutsche Expansion
Der Ausgang des Zweiten Weltkriegs und die anschließende Teilung Deutschlands führten zu einer dramatischen Veränderung der Industrielandschaft. Da Zeulenroda in der sowjetischen Besatzungszone lag, sahen sich die Unternehmerfamilien mit dem zunehmenden Druck des sozialistischen Systems und der drohenden Enteignung konfrontiert. Dies löste eine beispiellose Abwanderungswelle der Kompressionspioniere in den Westen aus, die heute als „Darmstädter“ oder „Bayerische“ Phase der Unternehmen bekannt ist.
Der Weg von Bauerfeind nach Darmstadt und zurück
Die politische Lage zwang Rudolf Bauerfeind und seine Familie 1949 dazu, ihre thüringische Heimat zu verlassen. Sie siedelten nach Darmstadt-Eberstadt um, wo sie unter schwierigsten Bedingungen einen Neuanfang wagten. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Bauerfeind im Westen zu einem globalen Akteur. Hans B. Bauerfeind, der Enkel des Gründers, trat 1962 in das Unternehmen ein und übernahm 1972 die Führung. Er war es auch, der nach der deutschen Wiedervereinigung 1991 die historische Entscheidung traf, mit dem Unternehmen in seine Geburtsstadt Zeulenroda zurückzukehren. Er errichtete dort modernste Produktionsstätten und den weithin sichtbaren „Bauerfeind Tower“, was die wirtschaftliche Wiederbelebung der Region maßgeblich prägte.
medi: Von Pausa über Rudolphstein nach Bayreuth
Die Geschichte von medi (ursprünglich Weihermüller & Voigtmann) ist eng mit dem unternehmerischen Mut von Albert Weihermüller und seinem Schwager Berthold Voigtmann verbunden, die das Unternehmen um 1920 im sächsischen Pausa gründeten. Nach dem Krieg floh die nächste Generation in den Westen. Besonders spektakulär war die Flucht von Wolfgang Weihermüller im Jahr 1951, der Bauteile einer wertvollen Strickmaschine im Rucksack über die „Grüne Grenze“ bei Rudolphstein transportierte. Zusammen mit seinem Cousin Günter Voigtmann gründete er in Bayreuth die Firma WeCo, die den Vorläufer der heutigen medi GmbH & Co. KG bildete. Aus bescheidenen Anfängen in einem ehemaligen Tanzsaal entwickelte sich eines der weltweit führenden Unternehmen der Branche.
Juzo in Aichach und Ofa in Bamberg
Auch Juzo und Ofa verlegten ihren Schwerpunkt nach Bayern. Hans Julius Zorn, der Enkel des Juzo-Gründers, zog 1948 mit seiner Frau Rosemarie nach Aichach. Die Produktion begann zunächst in der Privatwohnung, bevor ein neues Werk errichtet wurde. Otto Fankhänel fand für Ofa 1949 eine neue Heimat in Bamberg. Diese geografische Verlagerung führte dazu, dass Bayern und Hessen zu den neuen Zentren der Kompressionsversorgung wurden, während das thüringische Erbe im Westen bewahrt und technologisch weiterentwickelt wurde.
| Unternehmen | Gründer | Gründungsjahr | Heutiger Hauptsitz |
|---|---|---|---|
| medi | Albert Weihermüller | um 1920 | Bayreuth |
| Juzo | Julius Zorn | 1912 | Aichach |
| Ofa Bamberg | Otto Fankhänel | 1928 | Bamberg |
| Bauerfeind | Bruno Bauerfeind | 1929 | Zeulenroda |
Zeulenroda: Die Transformation einer Textilstadt zum medizinischen Cluster
Warum gilt Zeulenroda trotz dieser internationalen Vorläufer oft als die „industrielle Wiege“? Die Antwort liegt in der bemerkenswerten Dichte an hochspezialisierten Unternehmen, die sich fast ausschließlich auf die medizinische Anwendung fokussierten und die Kompressionstherapie als eigenständiges Fachgebiet definierten.
Die großen Vier der deutschen Kompressionsindustrie heute
Die heutige Versorgungslandschaft wird maßgeblich von den Nachfolgeunternehmen der thüringischen Pioniere geprägt. Diese Firmen haben sich zu globalen Konzernen entwickelt, die jedoch weiterhin als Familienunternehmen geführt werden.
medi (Bayreuth): Innovation und Lifestyle
medi hat unter der Führung der Familie Weihermüller (heute Stefan Weihermüller sowie Marcus und Miriam Weihermüller in der dritten Generation) den Übergang vom reinen Hilfsmittelhersteller zur Lifestyle-Marke vollzogen. Ein wesentlicher Meilenstein war 1982 die Einführung des medizinischen Thromboseprophylaxestrumpfes „mediven thrombexin“, der heute zum Standard in Krankenhäusern gehört. 2007 erweiterte medi sein Portfolio um die Sportmarke „CEP“, die Kompressionstechnologie für Leistungssportler nutzbar macht. Durch Kooperationen mit Designern wie Wolfgang Joop (2009) gelang es medi, das Stigma des „Gummistrumpfes“ endgültig zu brechen.
Bauerfeind (Zeulenroda): Rückkehr zu den Wurzeln
Bauerfeind hat unter Hans B. Bauerfeind die Renaissance von Zeulenroda als High-Tech-Standort eingeleitet. Ein bedeutender technologischer Beitrag war 1981 die Entwicklung der „GenuTrain“, der ersten anatomisch geformten Kniebandage mit integrierter Pelotte. Dieses Produkt übertrug das Prinzip der funktionellen Kompression von Verbänden auf eine seriengefertigte Bandage und begründete einen neuen Geschäftszweig. Bauerfeind ist heute als Partner der deutschen Sporthilfe und offizieller Ausrüster bei Olympischen Spielen weltweit präsent.
Juzo (Aichach): Spezialist für Lymphologie und Narbentherapie
Juzo wird heute von Annerose Zorn-West geleitet und hat sich besonders auf die komplexe Versorgung von Lymphödem- und Lipödem-Patienten spezialisiert. Das Unternehmen bietet ein extrem breites Spektrum an Flachstrick-Versorgungen an, die teilweise in aufwendiger Handarbeit gefertigt werden. Mit der Gründung der Juzo-Akademie 1997 setzte das Unternehmen zudem Maßstäbe in der Fortbildung des medizinischen Fachhandels. Innovativ ist auch der Einstieg in den veterinärmedizinischen Markt mit Kompressionsbandagen für Pferde („EquiCrown“) im Jahr 2010.
Ofa Bamberg: Marktforschung und Apothekenpräsenz
Ofa Bamberg hat sich unter anderem durch die Gründung der Tochterfirma „Belsana“ im Jahr 1991 profiliert, die zum Marktführer für medizinische Kompression in Apotheken aufstieg. Ofa war zudem ein Vorreiter bei der Einführung von modischen Farben und Materialien wie Mikrofaser in der Kompressionstherapie, um die Patientenakzeptanz zu erhöhen.
Zukunftsperspektiven und technologische Trends
Die Kompressionsversorgung in Deutschland steht vor einer weiteren Evolutionsstufe, die vor allem durch Digitalisierung und neue Versorgungsformen geprägt ist.
Digitale Messtechnik und 3D-Scan
Die traditionelle Methode des Maßnehmens mit dem Maßband wird zunehmend durch digitale Scan-Systeme ersetzt. Geräte wie „medi vision“ oder der „Ofa 3D Scan“ ermöglichen eine präzise, berührungslose Erfassung der Beinumfänge und -längen. Diese Daten werden direkt an die Produktionsmaschinen übermittelt, was die Passgenauigkeit von Maßanfertigungen signifikant erhöht und die Fehlerquote senkt.
Adaptive Kompressionssysteme (MAK)
Eine neue Alternative zu klassischen Binden und Strümpfen stellen die medizinischen adaptiven Kompressionssysteme (MAK) dar, die oft als „Wrap-Verbände“ bezeichnet werden. Diese bestehen aus wenig elastischen Materialien und werden mit Klettverschlüssen fixiert. Sie ermöglichen es dem Patienten, den Druck selbstständig nachzujustieren, sobald das Ödem abschwillt. Diese Systeme haben sich bereits in den USA bewährt und gewinnen nun auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung, insbesondere in der Initialphase der Entstauung.
Apparative Intermittierende Kompression (AIK)
Für immobile Patienten oder als Ergänzung zur manuellen Therapie gewinnt die AIK (auch Lymphomat genannt) an Bedeutung. Hierbei werden Luftkammermanschetten durch einen Kompressor rhythmisch aufgepumpt und entleert, was die Wirkung der Muskelpumpe simuliert. Diese Form der Therapie wurde maßgeblich in lymphologischen Fachkliniken wie der Földiklinik weiterentwickelt.
Pioniergeist bleibt
Die Kompressionsversorgung in Deutschland ist das Ergebnis einer über 150-jährigen Geschichte, in der ärztlicher Pioniergeist und industrielle Innovationskraft Hand in Hand gingen. Namen wie Unna, Fischer, Zorn und Bauerfeind stehen für eine Entwicklung, die den einst belächelten „Gummistrumpf“ in ein hochpräzises medizinisches Instrument verwandelt hat. Die Verlagerung der Industrie aus Thüringen nach Westdeutschland nach 1945 sicherte das technologische Überleben der Branche und ermöglichte die Integration modernster synthetischer Fasern.
Heute ist Deutschland durch das RAL-Gütezeichen und die wissenschaftliche Arbeit in Kliniken und Fachgesellschaften weltweit führend in der Standardisierung und Qualität der Kompressionstherapie. Die mittelständisch geprägte Industrie, die weiterhin fest in Familienhand ist, sichert nicht nur Tausende von Arbeitsplätzen, sondern garantiert durch ständige Innovationen, die von digitalen Scans bis zu adaptiven Systemen reichen, eine Patientenversorgung auf höchstem Niveau. Die Relevanz der Kompression als Basistherapie für Millionen von Menschen mit Venen- und Lymphleiden bleibt dabei ungebrochen und wird durch moderne Materialforschung und digitale Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt.