Sie begleiten Menschen bei Erst- und Folgeversorgungen in der Filiale und teils zu Hause. Sie wählen Hilfsmittel aus, erklären den Gebrauch und prüfen, ob die Kundin damit zurechtkommt. Hilfsmittel sollen eine Behandlung unterstützen, einer Behinderung vorbeugen oder sie ausgleichen. Dieser Nutzen entsteht nicht an der Kasse, sondern im Alltag.
Nicht jede ungenutzte Versorgung zeigt fehlenden Willen. Schmerzen, Druck, Scham, komplizierte Handgriffe, geringe Kraft oder ein unpassender Tagesablauf können die Nutzung erschweren. Auch Beruf, Kleidung, Wohnraum und Hilfe durch Angehörige spielen eine Rolle. Wer vorschnell „mangelnde Therapietreue“ vermutet, übersieht womöglich ein lösbares Problem.