Alles begann mit einer simplen Frage: Wie sieht unsere journalistische Zielgruppe eigentlich aus? Weil käuflich erwerbbare Adresslisten oft unvollständig und lückenhaft sind, wollten wir es einmal richtig machen. (Spoiler-Alarm: Es gibt kein absolutes „Richtig“.)
Der Ausgangspunkt: eine einfache Frage
Dafür haben wir die Google Maps API befragt. Das ist die Programmierschnittstelle des Kartendienstes, der man Fragen stellen kann. Zum Beispiel: „Wie viele Sanitätshäuser befinden sich im Umkreis eines Punktes?“
Unsere These lautet: Wer heute Kunden, Patienten und Zulieferer erreichen will, hat ein hohes Eigeninteresse, auf Google Maps eingetragen zu sein. Wir haben also einen Algorithmus losgeschickt, der jede einzelne Postleitzahl in Deutschland nach dem Begriff „Sanitätshaus“ abgrast.
Datenerhebung im Raster
Um blinde Flecken zu vermeiden, haben wir zusätzlich ein feines Koordinatenraster über ganz Deutschland gelegt und abgesucht.
Das erste Roh-Ergebnis lieferte 11.333 Einträge. Nach einer intensiven Bereinigung durch KI-gestützte Filter und einer wochenlangen manuellen Prüfung erhielten wir drei Gruppen.